Winterlager 2008

Das diesjährige Winterlager des Pfadfinderstamm Silberreiher aus Eberbach fand vom 12. bis 14. Dezember in Schriesheim statt. Neben Spiel und Spaß stand eine Einfühung in das weltweite Spiel „Geocaching“ auf dem Programm.

Am Freitag Abend konnte Lagerleiter Alessandro Silvestri die Kinder und Betreuer im evangelischen Waldheim „Spatschlucht“ willkommen heißen. Das Waldheim liegt fern ab der Innenstadt und die Teilnehmer mussten von der Bushaltestelle an der Straße noch etwa 30 Minuten in den Wald hinein laufen. Nach einem leckeren Abendessen von Küchenchef Dimitri Münch fühlten sich alle gestärkt und bereit für den Beginn des Lagers. Während die jüngeren Teilnehmer zu einer ausgiebigen Nachtwanderung mit Fackeln aufbrachen, begannen die Älteren gleich mit einer theoretischen Einheit zum „Geocaching“. Dieser Begriff aus dem Englischen bezeichnet ein weltweites Spiel, bei der die Teilnehmer mittels GPS-Empfänger auf Schnitzeljagd gehen. Die Verstecke, sog. Caches, werden dabei von Freiwilligen ausgelegt und gewartet. Diese Verstecke können den Interessierten dann über mehrere Internetseiten zugänglich gemacht werden. Die Jugendlichen wollten nach dieser Einführung am liebsten sofort losziehen, mussten sich aber noch bis zum nächsten Morgen gedulden.
Dieser begann mit der täglichen Morgenrunde und dem anschließenden Frühstück. Da Richard Polzer Geburtstag hatte, bekam er ein kleines Ständchen, kleine Geschenke und einen eigens verzierten Geburtstagskuchen überreicht. Nach dem Frühstück frischte Stammesführer Daniel Grab das Grundwissen der Teilnehmer zum Umgang mit Karte und Kompass auf. Nach dieser Einheit machten sich die Pfadfinder in zwei Gruppen auf den Weg ihr erstes Versteck zu finden. In der Schriesheimer Spatschlucht wurden sie nach kurzer Suche an der genannten Stelle fündig und öffneten voller Spannung die gefundene Box. In dieser waren mehrere Tauschgegenstände sowie ein Logbuch enthalten. Nachdem alle etwas getauscht hatten und der Eintrag im Logbuch geschrieben war, versteckten die Teilnehmer die Box wieder wie zuvor. Nach dem Mittagessen ging es für die Teilnehmer dann in zwei Gruppen Richtung Leutershausen, wo insgesamt sechs einfache Geocaches gesucht und auch gefunden wurden. Es war bereits dunkel, bis beide Gruppen durchgefroren und erschöpft aber doch glücklich zurück in das Waldheim kamen. Die jüngeren Teilnehmern hatten den Tag über mit den Meutenführern Marlen Kreß und Alexander Kolbe Schneekugeln mit eigenen Figuren gebastelt sowie viel gespielt. Nach dem Abendessen fanden sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Singeabend im großen Tagesraum des Gebäudes zusammen. Die Gitarrenspieler Yannick Mayer und Simon Dalpke begleiteten die Sänger auf ihrem Weg quer durch das pfadfinderische und bündische Liedgut. Nachdem die Teilnehmer bereits im Bett waren, sangen die Betreuer noch ein paar Zugaben und gingen schließlich ebenfalls schlafen.

Am letzten Tag befassten sich die Teilnehmer mit der Geschichte rund um das Waldheim. Im „Weiten Tal“ wurde über 140 Jahre lang Schwerspat abgebaut, der vor allem nach Holland exportiert wurde. Mehrere Informationstafeln und verlassene Bergwerksstollen zeugen heute noch von dieser arbeitsreichen Zeit. Eine dieser Informationstafeln weist darauf hin, das das Waldheim früher als Baracke für die Bergarbeiter diente. Beeindruckt von den vorhandenen Anlagen überlegten sich die Teilnehmer einen eigenen Multicache mit mehreren Stationen zu legen, die über den Bergbau im Weiten Tal informieren. Die Abfolge war schnell ausgetüftelt und das Versteck am Ende der Route mit einigen Gegenständen zur Erstausstattung bestückt. In die kleine Box wurde außerdem ein Wandergegenstand gelegt, der von Versteck zu Versteck sowie anderen Pfadfindergruppen auf der ganzen Welt reisen soll. Der neu gelegte Cache ist auf den einschlägigen Internetseiten mit den Codes GC1J9FZ und OC6F34 und dem Titel „Bergbau im Weiten Tal„ zu finden. Nach diesem wirklich interessanten Wochenende bedauerte die Teilnehmern sehr das frühe Ende des Winterlagers. Sie wurden am Eberbacher Bahnhof wieder von ihren Eltern in Empfang genommen und hatten sicher viel zu erzählen.

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