(ch) Wie auch in den vergangenen Jahren fand auch dieses Jahr am 22. Februar unsere alljährliche BP-Feier statt. Zu diesem Anlass zogen wir auf die Burg Eberbach hinauf wo wir bei Lagerfeuerromantik unsere Feier abhielten. Dieses Jahr bekamen sieben Neulinge das gelbe Halstuch und wurden somit in die Wölflingsstufe aufgenommen. Alex und Jan bekamen das begehrte blau-gelbe Pfadihalstuch verliehen und wurden so offizell zu Jungpfadfinder. Nach dem die Halstuchverleihung vorüber war, erneuerten alle Silberreiher gemeinsam ihr Versprechen. Vor dem Abstieg ins Tal stärkten wir uns noch mit einer Tasse Punch und kleinen Spielchen.
(dimi) – Diese Jahr zog es den Eberbacher Pfadfinderstamm Silberreiher in den hohen Odenwald. Genauer gesagt in die Wälder zwischen Waldbrunn und Lohrbach. In der Zeit vom 17.5.2005 bis zum 20.5.2005 bezogen die großen und kleinen Pfadfinder sowie die Ranger und Rover einen Waldzeltplatz in den Urwäldern unseres Mittelgebirges. Am ersten Tag schlugen die Älteren des Stammes schon in den frühen Morgenstunden mehrere Jurten, 12 Eckige große Schwarzzelte mit einer Höhe von bis zu 3,5 Metern, mehrere Kohten und andere Zelte auf. So konnten pünktlich zu Kaffeezeit die jungen Pfadfinder und Wölflinge mit selbstgebackenem Kuchen und frischem über dem eigenen Feuer gekochten Tee empfangen werden. Nachdem die Teilnehmer ihre Zelte bezogen und sich mit regensicherer Kleidung ausstaffiert hatten, ging es los. Die Wölflinge unter den Teilnehmern zogen zu einem Geländespiel in den umliegenden Wald, während die größeren Sipplinge unter fachkundiger Anleitung eine Zeltkonstruktion aus einer Jurte und 3 Kohten errichteten. Pünktlich zum Abendessen kehrten alle wieder an den wichtigsten Platz auf einem Lager (die Küche), zurück. Nachdem die Mägen gefüllt und das Geschirr gewaschen war konnte der gemütliche Teil des Abend beginnen. Ein loderndes Lagerfeuer erhellte die Gesichter aller und feuerte jeden an bei den alten Lagerliedern mit einzustimmen. In solch fröhlicher Stimmung viel es den Gruppenleitern schwer die Kinder nach einem viel zu kurzen Abend am Feuer in die Zelte zu bringen. Aber als dann der letzte Wölfling im Schlafsack verschwunden war, konnten auch die Leiter ein wenig entspannen und den Tag reflektieren, bevor auch sie ihre wohlverdiente Nachtruhe antraten. Früh am nächsten Morgen wurden alle vom Küchenteam, welches immer als erstes Aufstand, mit scheppernden Topfdeckeln geweckt. Ein langer und ereignisreicher Tag lag vor Lagerteilnehmern. Während die Wölflinge mit einigen Ranger/Rovern Flösse bauten und Gipsmasken herstellten, bereiteten sich die Sipplinge auf einen Haik vor. Sie packten ihre Sachen erneut und schnürten ihren Schlafsack auf den Rucksack. Ihre Aufgabe war mit wenig vorgegebenen Orientierungspunkten eine eigene Route durch den Odenwald zu planen und diese dann bis zum nächsten Tag zu absolvieren. Reichlich ausgestattet mit Vorräten und Wasser zogen die Sipplinge fröhlich los. Die Wölflinge merkten währenddessen gar nicht wie schnell der Tag verflog und es wieder Abend wurde. An diesem Tag hatte es der Himmel der Lagerteilnehmern noch einmal richtig gezeigt, sodass aus dem Lagerplatz teilweise ein Sumpf wurde. Aber da es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur unpassende Kleidung, ließe sich niemand von dem Regen abschrecken. Am späten Abend sanken die von den vielen anstrengenden Spielen erschöpften Wölflinge in ihre Schlafsäcke und schliefen so schnell ein wie selten zuvor. Am nächsten Morgen hatten der Regen aufgehört und es schien fast so als wolle sich im Laufe des Tages auch noch die Sonne zeigen. Nach einem ruhigen Morgen, an dem die zurückgebliebenen Lagerteilnehmer ihre Gipsmasken bemahlten und mehrere Feldspiele spielten, kehrten die größeren Pfadfinder am Nachmittag zurück. Pünktlich zum Kaffee fanden sich auch einige Passive zum Besuch und einem Stück Kuchen im Lagergrund ein. Den restlichen Nachmittag verbrachten alle damit gemeinsam verschiedenen Mannschaftssportarten zu frönen. Schließlich tönte wieder die Essenglocke und alle stürzten sich auf selbst hergestellte Hamburger vom offenen Feuer. Der Abend klang wieder mit den alten Liedern aus. Am nächsten Tag hieß es dann auch schon wieder “abbauen“. Da alle gemeinsam anpackten blieb nach dem Mittagessen noch Zeit ein neues Spiel, das einer der Älteren von einem Kurs mitgebracht hatte, auszuprobieren.
So endete das Lager gegen 14:00 Uhr ganz traditionell im großen Kreis mit dem Lied “Nehmt Abschied Brüder“. Die Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt und auch die Ranger/Rover packten das Zeltmaterial und ihre Sachen und verließen den Platz.
(as) Vom 6. bis 9.Juni fand das diesjährige Pfingstlager des Pfadfinderstamms Silberreiher statt. Auf einer Lichtung im Eberbacher Stadtwald wurden die Zelte aufgeschlagen und die Kinder tauchten für vier Tage in eine Sagen- und Märchenwelt ab. Der böse Zauberer Irrwitzer war drauf und dran die Erde zu zerstören. Die Geschöpfe des Märchenwaldes, ein Grasgnom, ein Elf und eine gute Hexe, baten die Lagerteilnehmer um Hilfe. Zur Rettung der Welt musste ein Zaubertrank zusammengebraut werden. Die Zutaten für diesen Trank wurden das ganze Lager über gesammelt. Neben Basteln und Spielen für die Kleinen wurde auch das Bauen von Lagerkonstruktionen für die älteren Teilnehmer angeboten. Jan Koß bekam bei einer abendlichen Feier sein Wölflingshalstuch verliehen. Am letzten Abend war der Zaubertrank dann vollständig und die gute Hexe Trusilla sprach zusammen mit den Teilnehmern den Zauberspruch. Nach einiger Zeit tauchte dann Irrwitzer wie aus dem Nichts auf und gab sich zu erkennen. Der böse Zauberer war als Elf die ganze Zeit unter den Lagerteilnehmern gewesen. Nach einer kurzen Beratung gaben die Pfadis dem nun bekehrten Zauberer noch eine Chance. Das Lager wurde nach einem bewährten Konzept aus dem Landesverband organisiert. Es wurden zunächst Bereiche festgelegt und dann in einzelnen kleinen Projektgruppen geplant. Bei regelmäßigen Treffen konnten Absprachen getroffen und Informationen ausgetauscht werden. Auf dem Pfingstlager wurde auch eine Schnuppernacht für interessierte Kinder angeboten. Acht Kinder nahmen das Angebot, einmal in die Pfadfinderei einzutauchen, wahr. Die Kinder wurden von Samstag auf Sonntag in das Programm mit einbezogen und hatten viel Spaß. Alle Eltern erkundigten sich nach den aktuellen Gruppenstunden. Die Stammesführerin Sandra Kappe konnte auf eine von Daniel Grab nach den Pfingstferien neu zu gründende Gruppe hinweisen. Die Kinder zwischen 6 und 8 Jahren treffen sich Mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr zur Gruppenstunde im Stammesheim der Silberreiher in der Güterbahnhofstraße . Weitere Informationen über die neue Gruppe erteilt Daniel Grab per Telefon (06274)927265. Dank der Hilfe des THW OV Eberbach konnten die benötigten Zeltstangen selbst geschlagen werden. Außerdem zeigte sich das Eberbacher Forstamt sehr kooperativ bei der Suche nach einem Ersatz für den zuvor von einem anderen Forstamt gekündigten Platz. Trotz des unweit zurückliegenden Pfingstlagers schauen die Silberreiher bereits erwartungsvoll auf das Inliner Event des SJR und den Radsonntag der AOK, bei der die Pfadfinder die Bewirtung der Besucher mit Getränken übernehmen werden. Für die Mitglieder stellt das Landeslager in Frankreich am Anfang der Sommerferien das nächste größere Ereignis dar.
Der Pfadfinderstamm Silberreiher besuchte vom 18. bis 22. Mai 2002 die Pfadfinderburg Rieneck und hielt dort sein Pfingstlager ab. Die Burg, das Bundeszentrum des Verbandes Christlicher Pfadfinder (VCP), liegt 80 KM östlich von Frankfurt in der Nähe des Mains. Die Anreise erfolgte mit der Bahn. Das Material und ein kleiner Teil der Teilnehmer reiste mit dem Jugend-Aktiv Bus der Stadt an. Kaum angekommen mussten die Zelte für die Nacht aufgebaut werden. Alle Teilnehmer waren voll dabei und so blieb am ersten Abend noch Zeit für eine Turmführung. Ein Mitarbeiter der Burg informierte die Teilnehmer über die Geschichte der Burg und speziell über den über 850 Jahre alten Bergfried. Ein besonderes Merkmal des Turms sind seine Mauern. Außen ist er ungleichmäßig siebeneckig, innen jedoch hat er acht gleichmäßige Seiten. Die Mauerstärke reicht von vier bis acht Meter. Die Einwohner Rienecks brauchten fast 100 Jahre um den Turm fertig zu stellen. Ein kalter Schauer legte sich den Pfadfindern auf den Rücken, als die Gruppe das ehemalige Verlies des Turmes betrat. Zwei Stockwerke höher ist das Grafenzimmer, mit einer Größe von knapp 20 Quadratmetern nicht gerade komfortabel. In einer der Mauern des Zimmers soll einer Legende nach die Tochter des Grafen lebendig eingemauert worden sein, da sie ihren vorbestimmten Mann vom Turm gestoßen haben soll. Einen besonderen Nervenkitzel erfuhren die Teilnehmer als sie im Dunkeln den Turm wieder herabstiegen und ein weiterer Mitarbeiter der Burg unheimliche Geräusche machte und die Pfadis erschreckte.
Am zweiten Tag kamen die Leiter des Lagers in Toga (ein weißer Ganzkörperumhang) bekleidet aus ihren Zelten und begrüßten die Teilnehmer in der Antike. Der ganze Zeltplatz war während eines Gewitters in der Nacht in das Jahr 250 v. Chr. zurückgereist. Um nach Rom zu ziehen und dort die Hilfe der Gelehrten beim Bau einer Zeitmaschine in Anspruch zu nehmen musste ein trojanisches Pferd gebaut werden. Ein Zelt wurde mit Kopf und Schwanz versehen und so konnten die Pfadis nach Rom reisen. Dort angekommen bekamen sie Hilfe beim Bau der Zeitmaschine. Die Pfadfinder erkundeten mit ein paar Tagesgästen aus Eberbach, die am Morgen angereist waren, die Umgebung bei einer Wanderung. Wieder auf dem Zeltplatz angekommen klang der Abend bei Gesang am Lagerfeuer aus.
Als die Teilnehmer am nächsten Morgen versuchten in die Gegenwart zurückzureisen hatte sich leider ein Fehler in die noch nicht ganz ausgereifte Zeitmaschine der alten Römer eingeschlichen und so erreichten sie statt der Gegenwart nur das Mittelalter. Dort angekommen wurden sie von den Rittern der Burg Rieneck und dem König Richard begrüßt. Zusammen mit den Rittern ging es anschließend in das Freibad nach Gemünden. Im warmen Wasser bei dem sehr schönen Wetter nahmen sich die Teilnehmer viel Zeit um zu schwimmen und die ein oder andere Wasserschlacht zu veranstalten. Am Nachmittag fuhren die Teilnehmer in mehreren Fuhren wieder ins Lager zurück. Dort angekommen nahmen alle am Ritterturnier unter Leitung des Königs Richard teil. In mehreren Disziplinen wie Bogenschießen, Speerweitwurf und Weitsprung konnten die Pfadfinder zeigen was in ihnen steckt. So manch einer konnte beim abendlichen Singen in der Jurte vor Erschöpfung kaum noch die Augen offen halten.
Am nächsten Morgen bekamen die beiden Gruppen des Ritterturniers als Dank für die erfolgreichen Teilnahme eine neue Zeitmaschine geschenkt. Alle Teilnehmer stiegen ein und verabschiedeten sich von König Richard und seinen Rittern. Leider war auch die Technik des Mittelalters noch nicht ganz ausgereift und so landeten die Teilnehmer nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft. Dort wurden sie von fast außerirdisch anmutenden Bewohnern der Erde im Jahr 2222 begrüßt. Die Bewohner kommunizierten untereinander nur mit Handys und hatten große Schwierigkeiten die Teilnehmer zu verstehen. Sie sicherten Ihre Hilfe zu und stellten den Teilnehmern viele unterschiedliche Materialien zum Bau einer neuen Zeitmaschine zur Verfügung. Nachdem die Pfadfinder einen Roboter aus Kaninchendraht gebaut hatten begaben sie sich in die künstlichen Wälder der Zukunft und erkundeten diese. Die Bäume und der Boden mit den Lebewesen des Waldes wurden untersucht. Nach der Naturstreife bauten sich die Pfadis selbst eine neue Zeitmaschine, verabschiedeten sich von den Menschen in der Zukunft und versuchten ihr Glück aufs neue. Die letzte Zeitreise des Lagers war schließlich erfolgreich und so kamen alle in die Gegenwart zurück. Am Abend gab es ein großes Fest mit Stockbrot und Grillwürsten. Die Teilnehmer hatten das Programm für den Abend selbst vorbereitet und so gab es neben einer Karaoke-Show, selbstgetexteten Liedern und Theaterstücken viele bunte Programmpunkte. Abends gingen alle Teilnehmer in ihre Zelte und die Leiter ließen mit einem Teil der Mitarbeiter der Burg den Abend am Lagerfeuer ausklingen.
Am letzten Tag wurden alle Zelte abgebaut und mit dem restlichen Material wieder im Jugend-Aktiv Bus verstaut. Die Teilnehmer fuhren mit dem Zug nach Hause und wunderten sich, dass die vier Tage Lager so schnell vergangen waren. Die Leiter konnten viele neue Erfahrungen sammeln und sicherlich wird die Arbeit im Stamm von dem diesjährigen Pfingstlager profitieren. Die Lagerleiter Sandra Kappe (Stammesführerin) und Alessandro Silvestri (stellv. Stammesführer) freuten sich besonders darüber, dass so viele Mitglieder am Lager teilnahmen und alle Pfadfinder viel Spaß hatten.
Die alten Römer in Toga warten auf die Teilnehmer, um sie in der Antike zu begrüßen.
König Richard beim Leiten des Ritterturniers.
Beim Bogenschießen war sehr viel Konzentration gefordert.
Am Bunten Abend, beim Stockbrotgrillen, erreichte das Lager seinen Höhepunkt.